Was ist Permakultur?

“Permakultur ist die naturnahe Gestaltung von Lebensräumen. Der Begriff „Permakultur“ wurde 1978 vom australischen Ökologen BILL MOLLISON geprägt. Er ist aus dem englischen „permanent agriculture“ abgeleitet. Heute wird der Begriff meist um­fassender im Sinne von „permanent culture“ verstanden. Die Gestal­tungsprinzipien der Permakultur verbinden die Bedürfnisse der Gesellschaft mit der Balance der Natur. Für die Entwicklung dieser Planungsmethode erhielt Mollison 1981 den alternativen Nobelpreis.” (Permakultur Austria)

 

“Permakultur ist die Erhaltung und Schaffung

von dauerhaft zukunftsfähigen ökologi­schen, wirtschaftlichen und sozialen Systemen. Sie versteht sich als Handlungsanlei­tung für Menschen, die sich Gedanken machen, wie wir die Selbstorganisationsprin­zipien der Natur auch tatsächlich in Stadt und Land umsetzen können. Mehr als dar­um den optimalen Zustand stets im Bewusstsein zu verankern, geht es dabei darum, dass sich jeder einzelne in seiner Selbstverantwortung Schritt für Schritt einer nach­haltigen Gestaltung seiner individuellen und sozialen Lebensräume annähert.

Die Philosophie der Permakultur

beruht auf einem ganzheitlichen wissen­schaftlichen Weltbild, das die natürlichen Ökosysteme und ihre Kreislaufstruk­turen als grundsätzliche Voraussetzung auch des menschlichen Lebens be­rücksichtigt. Als “Kultur” können demnach nur jene menschlichen Lebensäu­ßerungen verstanden werden, die diesen biokybernetischen Prinzipien nicht widersprechen.
Der Mensch als ein Teil der Natur hat dabei die Möglichkeit und Aufgabe durch kritische Fragestellungen die Kultur der Lebensräume permanent zu verbessern. Meßwert dieses Bestrebens ist der “ökologische Fußabdruck”, der – un­ter der Berücksichtigung der politischen, ökolo­gischen, ökonomischen und sozialen Zusammenhänge – möglichst gering gehalten werden soll.

Die wichtigsten (…) ökologischen Gestaltungsprinzipien sind

Anpassung an die natürlichen Faktoren des Standortes und Nutzung des Naturpo­tentials.

Bildung von Kreisläufen zur Stabilisierung des Systems (Energie-, Stoff-, Luft-, Wasserkreislauf).

Vielfalt und Vernetzung von natürlichen, funktionalen, gesellschaftlichen und regio­nalen Beziehungen.

Eigenständigkeit und angemessene Dichte. Die Größe und das Artengefüge von ökologis­chen Systemen werden von den natürlichen Gegebenheiten bestimmt.

• Das Prinzip der Mehrfachnutzung entspricht der Energie- und Aufwand sparenden Arbeitsweise der Natur,

Partnerschaft: Der zyklische En­ergie- und Ressourcenaustausch in ökologischen Systemen wird durch umfassende Kooperation aufrechterhal­ten.”

 

Warum brauchen wir Permakultur besser jetzt als morgen: KLICK

 

 

Quelle: Permakultur Austria et al siehe http://www.permakultur.net/?&mdoc_id=1000849

 

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