Monsant Mata – Monsanto tötet

Mit dieser Dokumentation leistet der ZDF einen wichtigen Beitrag zur Aufklärungsarbeit über die Schäden, die durch Produkte von Monsanto verursacht werden. Herzfehler, geschädigtes Erbgut, Fehlbildungen und ein brennen in Hals und Rachen bleiben übrig, während das Spritzmittel Glyphosat sich seinen Weg in Grundwasser sucht. Für die einen bringt es Verzweiflung und tot, für Monsanto ist es ein riesen Geschäft, wofür es sich lohnt Studien zu verfälschen und politisch fragwürdigen Einfluss zu nehmen. Eine sehenswerte DOKU die wichtige Aufklärung leistet.

Monsanto versucht auch in Europa immer stärker im Agrarmarkt mitzumischen. Es wird Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Die Zukunft geht uns alles etwas an! Denn schon heute wird in Europa im Getreide, Obst und Weinbau Glyphosat gespritzt und auch im heimischen Baumarkt wird für den Hobbygärtner Roundup verkauft. So gibt es in Deutschland derzeit 78 verschiedene Mittel zu kaufen, die den fragwürdigen Wirkstoff enthalten (Umweltinstitut München, 2013). Das Gift ist stark und wirkt laut Werbung „wurzeltief mit nur einer Behandlung“. 15.000 t Glyphosat pro Jahr alleine in Deutschland (BVL Deutschland, 2013) sind zu viel. In 60 bis 65 % der Urinproben in Deutschland werden Glyphosat Rückstände gefunden! Man kann bereits von einer generellen „Hintergrundbelastung“ sprechen (Toxikologe Hans-Wolfgang Hoppe, 2013)!

 

hopeinclimatechange

Hoffung trotz Klimawandel

Der Film “Hope in Changing Climate” wurde von John D. Liu, dem Direktor des “Environmental Education Media Project (EEMP)” aufgenommen. Im Film geht es um die Erforschung von nachhaltiger Landnutzung. Der Film zeigt, wie großräumig zerstörte Landstrichte binnen weniger Jahre wiederbelebt werden können. Zum Beispiel im Sichuan Hochland in China, wo binnen 15 Jahren eine Fläche in der Größe von 640000 Quadratkilometer Land, wieder revitalisiert wurde und wo heute Naturraum und landwirtschaftliche Nutzflächen wieder in frisches Grün getaucht sind…

Hope in a Changing Climate from Plant for the Planet on Vimeo.

S

Gurken sind grün und Geld ist knapp

Schöner, grüner, knackiger Salat! Völlig regional, vor den Toren der Stadt Wien! Völlig unkrautfrei und absolut nicht biologisch! Wie überleben die Gärtner das nur? Echte Profis, kein Zweifel! Wer würde in Anbetracht der Umstände noch Salat oder Gemüse aus Spanien kaufen wollen? Wer braucht Italien, wir haben unsere eigenen Gärtner (aus Ungarn und Rumänien). Das Gute liegt so nah und so frisch, saftig, grün direkt vor unseren Nasen! Aber das Beste kommt erst: Die einheimischen Einheitstomaten beginnen beim Anblick der Frühsommersonne zu erröten. Bald hängen rote Früchte an grünen Tomatenpflanzen, die aus weißen Rohren und Plastik wachen und sozusagen am Tropf hängen und absolut nichts dafür können! Tomate rot, Gurke grün, Geld knapp, ganz einfach. Wer selbst sehen und riechen will, (wie es schmeckt wissen wir ja, nur der Vergleich mit wirklich Gutem fehlt) wie das “normale” Gemüse in den Supermärkten erzeugt wird, dem empfehle ich einen kleinen Meinungsbildungs-Ausflug, hier eine Karte und noch zwei Bilder:


Größere Kartenansicht

technikwahn

Ein Hauptproblem der Landwirtschaft: Technikwahn

Es beschleicht mich das Gefühl, dass ein gewisser Technikwahn in der Landwirtschaft ausgebrochen ist. Nicht erst seit gestern – nein, schon länger. Ich glaube leider auch, dass viele Landwirte bzw. Lohnunternehmer nicht wirklich verstehen, was Boden eigentlich ist – anders kann ich mir Videos – wie das weiter unten – nicht erklären!

Die Flächen werden immer größer und damit geht die Forderung nach mehr Schlagkraft – also größeren Maschinen einher. Größere Maschinen sind meistens auch schwerer und belasten den Boden damit mehr. Sie verdichten die Böden und stören das Bodenleben. Im Internet finden sich Videos in denen Lohnunternehmen bei der Maisernte mit schwerem Gerät in kriegsähnlichen Aktionen gegen den Zeitdruck und die Natur der Sache zu kämpfen scheinen.

Dabei spielt es auch keine Rolle, wenn die Felder aufgrund schlechter Witterung fast unter Wasser stehen. Nicht umsonst haben moderne landwirtschaftliche Geräte einen Raupenantrieb! Ich persönlich bin schockiert über solche Videos, weil ich befürchte, dass bei dieser Art zu wirtschaften unser Lebendgrundlage – der Boden – mittelfristig zerstört wird!

Lohnunternehmen, die sich auf eine solche Weise im Internet präsentieren sollte ein Landwirt wohl eher nicht anstellen. Was nützt eine effiziente Ernte, wenn der Boden nach 10 Jahren tot ist?

In der Beschreibung zum Video heißt es:

„Maisernte am Limit: Großtechnik wie die Leistungsstärksten Feldhäcksler von John Deere, Krone, Claas und New Holland mit zum Teil über 1000 PS sind hier im Kampf um Flächenleistung zu Sehen. Jedoch haben Tagelange Regenfälle im Sommer und Herbst den Boden zum Teil mit Wasser gesättigt. Maisernte mit Standardtechnik ist hier vielerorts nicht mehr möglich. Spezialumbauten und maximaler PS-Einsatz stoßen hier an ihre Grenzen. Maisbergung unter Extremen Bedingungen verlangen nach extremen Lösungen.“

Extreme Bedingungen verlangen also nach extremen Lösungen! Gute Nacht!

openshardw

Projekt: Global Village Construction Set

Das Global Village Construction Set ist eine Sammlung aus den 50 wichtigsten, umfassenden Bauplänen von industriellen Maschinen. 50 Maschinen, um einen modernen aber nachhaltigen Lebensstil zu ermöglichen. Ein nachhaltiger Lebensstil mit Maschinen, die aus Ressourcen vor Ort selbst gebaut werden können.

Wissensmanagement hat in großen Unternehmen die Aufgabe Wissen zu verwalten. Wissen für den wirtschaftlichen Erfolg  zur Verfügung zu stellen. Aber das Wissen soll, wenn es um den Wettbewerb am freien Markt geht, nicht offen zugänglich sein. Genau diesem wichtigen Punkt hat sich das Open Source Ecology Projekt angenommen:

Wir kennen es bereits von Open Source Software, aber wie wäre es mit Open Source Hardware? Also frei – ohne jegliche Kosten – zugängliche, umfassende Pläne zum Bau von Traktoren, Erntemaschinen, Ziegelpressen, 3D Druckern und Scannern, Windkrafträder und viele weitere Maschinen. Das erklärte Ziel der Organisation: Eine einzige DVD mit allen Plänen zum Bau der wichtigsten Maschinen für unsere heutige Gesellschaft. Zu einen Bruchteil der Kosten, die diese Maschinen zu üblichen Marktpreisen kosten würden.

Die ersten Maschinen sind bereits fix und fertig entwickelt. Je weiter das Projekt fortschreitet, desto größer wird die Unterstützung durch Spenden und desto mehr Spenden desto schneller geht wiederum die Entwicklung vor sich. Immer mehr Techniker beteiligen sich an dieser Entwicklung.

Eine Übersicht über die 50 wichtigsten Maschinen: http://opensourceecology.org/gvcs.php

Link zur Hauptseite:  http://opensourceecology.org

Projektfortschritt: http://opensourceecology.org/wiki-gvcs.php

 

Global Village Construction Set – TED Talk from Open Source Ecology on Vimeo.

 

foodfmartinc

Martin Crawford – Forest Garden

Wer sich für Permakultur und verwandte Themen interessiert, sollte von Martin Crawford gehört haben. Sein Forest Garden in England ist berühmt! Martin Crawford zeigt in den verlinkten Videos seinen beeindruckenden Waldgarten mit einer Vielfalt an Pflanzen. In seinem Garten wachsen vielleicht mehr Pflanzen als in einem durchschnittlichen botanischen Garten. Wildgemüse, Beeren, Obst, Nüsse, Faserpflanzen und viele mehr.

Ein Forest Garden ahmt junges natürliches Waldland nach und wird in diesem Sukzessionsstadium gehalten. Damit ist der Energieinput wesentlich geringer als bei einem Acker. Warum? Der natürliche Klimax-Zustand ist in unseren Breiten Wald. Wenn eine Fläche sich selbst überlassen wird, entsteht Wald. Das krasse Gegenteil – wenn man so will- ist blanker Boden – also ein Acker zum Beispiel. Je weiter die Nutzung vom Klimax-Zustand entfernt ist, desto mehr Energie ist nötig, um die Fläche in diesem Zustand zu halten. Das heißt, ein Acker verlangt mehr Energieinput als eine Wiese und eine Wiese mehr als ein Waldgarten.

Hier eine kleine Sammlung von Videos:

foodfwchicks

Geoff Lawton: Survival Food Forest with Chickens

Könnte es sein, dass die Supermärkte irgendwann nicht mehr öffnen und die spezialisierte Landwirtschaft – mit der globalen Distribution – irgendwann nicht mehr in der Lage sind, Nahrung zu liefern? Ich weiß es nicht und möchte auch keine Prognose abgeben. Dennoch halte ich es für sinnvoll, Nahrung dezentral zu produzieren, so dass in jedem Ort ein Minimum an Nahrung vorhanden ist. Es gibt immer mehr Brachflächen, die wegen des wirtschaftlichen Drucks nicht mehr rentabel sind, aber dennoch einen guten Beitrag zu Produktion von Nahrung leisten können. Zum Beispiel mit einem Food Forest. Jeff Lawton zeigt in seinem Video viele sehr interessante Ansätze und geht auf die Frage ein, wie Permakultur Nahrung produziert. Unter http://www.geofflawton.com bietet Jeff Lawton einen kostenlosen Film an. Eine Registrierung mit E-Mail Adresse und Name ist allerdings notwendig. Einen Vorgeschmack liefert der folgende Ausschnitt:

Quelle: Gartencoop Freiburg

Gartencoop Freiburg

Die Gartencoop Freiburg baut Gemüse gemeinsam an. Zusammen betreiben sie eine solidarische Landwirtschaft. Jeder muss auf den Acker, weil es Spass macht gemeinsam zu arbeiten und weil sonst die Wertschätzung für das Essen leidet. Der Vorteil von solidarischer Landwirtschaft: Es gibt keinen Marktdruck, das bedeutet weniger Stress in der Produktion. Die Food-Coop (Gartencoop) Freiburg geht auch in der Zustellung der Ernte neue Wege: Das frische Gemüse wird auf Fahrräder verladen und kommt so auf umweltfreundliche Weise auf die Teller. Ein sehr interessantes Projekt in einer interessanten Stadt:

Links: http://www.gartencoop.org/freiburg/

 

hoehenlinien

Keyline Farming

Hier der vermutlich älteste Film über das Keyline-Konzept. Das Keyline Konzept ist eine Maßnahme zu Gestaltung landwirtschaftlicher Flächen. Entlang der Höhenlinien werden Gräben gezogen, in denen sich das Regenwasser sammeln kann, ohne viel Erosionsschäden anzurichten. Wasser kann in den Erdkörper eindringen und die Flächen werden bei Trockenheit länger vom gespeicherten Wasser zehren können. Der folgende Film ist ein Zeitdokument, denn bereits 1955 gab es dieses Konzept. Leider ist es bis heute eher unbekannt.

 

"We hit the rock bottom after the industrie went down"

Gemüse vor der städtischen Haustüre

 Was mit öffentlichen Flächen passiert, entscheidet meist die Stadtregierungen oder der Gemeindevorstand. Aber was, wenn die Bürger mit diesen Entscheidungen nicht mehr zufrieden sind? Was wenn Bürger und Gemeinderat entdecken, dass diese Flächen einen Mehrwert liefern können an den wir noch nicht gedacht haben?

Parks mit schönen hohen Bäumen und satt-grünen Wiesen sind teuer. Wussten Sie zum Beispiel, dass Bäume in Parks in Wien jährlich beschnitten und auf Totholz – das bei Wind herunterstürzen und jemanden verletzen könnte – untersucht werden müssen, dass der Rasen nicht nur einmal geschnitten und bewässert werden muss, dass die Stadt in Gartenbezirke eingeteilt ist und die Pflege jährlich viel Geld kostet?

So mancher Landwirt würde große Augen machen, wenn er Flächen in dieser Größenordnung bewirtschaften dürfte: Für die 1,7 Millionen Wiener gibt es statistisch gesehen 120 Quadratmeter Grün pro Person. Das sind 204.000.000 qm was wiederum 20.400 Hektar entspricht.  (Quelle: http://www.wien.info/de/sightseeing/gruenes-wien/gruenflaechen-und-erholungsgebiete) Ein durchschnittlicher Landwirt in Österreich bewirtschaftet in der Regel weniger als 30 Hektar.

Auf einer Fläche von 120 qm lässt sich mit etwas Wissen der Gemüsebedarf einer Person für ein ganzes Jahr decken. Ich behaupte, es würden dennoch genügend bunte und belebte Flächen übrig bleiben, um sich in die Sonne zu legen oder Fußball zu spielen. Ein Unterschied wäre, dass die städtischen Pflegekosten für diese Flächen sinken würden, weil die Bürger ihre Gärten selbst pflegen könnten. Natürlich müssten sich auch andere Rahmenbedingungen ändern: Denn wer will Gemüse neben einer stark befahrenen Straße ernten?

Wichtig ist, dass es für Wien und für viele andere Städte möglich wäre, sich mit Gemüse selbst zu versorgen! Die gute Nachricht es gibt bereits viele Gemeinschaftgärten in Wien. Es scheint sich um einen weltweiten Trend zu halten, der vorallem in Gegenden mit wirtschaftlichen Problemen viel Aufwind hat. Hier ein Video aus Spanien:

 

gottfried

Gottfried der Selbstversorger

In dieser kurzen Dokumentation vom ZDF geht es um einen Selbstversorger mitten in Deutschland. Es wird keine falsche Romantik von Selbstversorgung gezeichnet. Es geht um einen Mensch, der in aller Konsequenz, aus voller Überzeugung, ein bescheidenes Leben führen will. So wie er es mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren kann.

Gottfried erlaubte nur einem Kameramann bei ihm zu Filmen. Der Rest des Kamerateams musste zuhause bleiben, weil er eine Situation unter vier Augen angenehm empfindet. Es kritisiert den verschwenderischen Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen und zeigt mit dem Finger auf seinen Brunnen und den Bach, der kein sauberes Wasser mehr hergeben will. Eine interessante Dokumentation die Selbstversorgerträume relativieren kann und die großen Probleme unserer Gesellschaft aus einem etwas anderen Blickwinkel darstellt.

CSA Gärtnerhof Ochsenherz

CSA bedeutet Community Supported Agriculture. Als deutsche Übersetzung scheint sich GELA, gemeinsam Landwirtschaften, einzubürgern. CSA ist ein Konzept, mit dem sich Betriebe vom Marktdruck lösen können.

Im Fall vom CSA Gärtnerhof Ochsenherz – ein Gemüsebaubetrieb in Gänserndorf nahe Wien – bedeutet es, eine bunte Vielfalt an Gemüse zu produzieren und dabei nicht nur streng betriebswirtschaftlich zu denken. Es bedeutet mit den Konsumenten zusammenzuarbeiten und den Konsument als Partner am Hof in die Arbeit – freiwillig- einzubinden. Alte weniger produktive Sorten, die köstlich schmecken, können angeboten werden. Zu normalen Marktpreisen wäre das nicht möglich. CSA oder GELA bietet neue Rahmenbedingungen: Ein Betrieb produziert auf eine bestimmte Weise und hat damit Ausgaben in einer bestimmten Höhe pro Jahr. Passend dazu gibt es eine Personengruppe die auf eine bestimmte Art und Weise versorgt werden will und die Kosten für die Produktion übernimmt. Der CSA Gärtnerhof Ochsenherz zeigt, dass dieser Ansatz funktionieren kann! Hier ein kurzes 15 min Video:

pedalmaschine

Multitool Fahrrad

Mit dem Fahrrad können Lasten transportiert werden. Ich denke dabei an Waschmaschinen, Holz, mehrere Bierkisten und andere schwere Dinge. Fahrräder können auch ungewöhnliche Geräte antreiben. Zum Beispiel Wasserpumpen, Mixer oder Geräte um Körner von Maiskolben zu kratzen. Fahrräder gepaart mit Erfindergeist bereiten Spaß, halten fit, sind nützlich und sparen Energie!

 

Transport mit dem Fahrrad

Das Fahrrad ist eine Möglichkeit, unkompliziert von A nach B zu kommen. Wichtig ist vor allem ein Fahrrad, das den Namen auch verdient: Denn nicht alles was zwei Reifen hat und nach Fahrrad aussieht, verdient den Namen. Meiner Erfahrung nach gibt es viele Menschen denen der Schweiß schon auf der Stirn steht, wenn sie das Wort Fahrrad nur hören. Zu Recht, sage ich! Denn es gibt viel Schrott auf dem Fahrradmarkt: Tretmühlen mit schlechten Sätteln, die sich so zäh fahren, dass einem die Lust nach hundert Metern vergeht und die Motivation Jahre fern bleiben wird.

Ein Trauma dieser Art ist hartnäckig und lässt sich nur von jenen Überwinden, die auf einem guten Fahrrad einen Aha-Effekt erfahren können. Das Material macht den Unterschied: Denn mit dem richtigen Bike ist es möglich entspannt zu fahren und dabei Genuss zu empfingen, oder auch schwere Lasten zu transportieren ohne übermäßig zu transpirieren. Lastenräder machens möglich: Ausgestattet mit modernen MTB-Schaltungen und guten Bremsen ersetzen sie im innerstädtischen Verkehr den Kofferraum eines Autos oder auch das Taxi. (siehe Video Nr. 1)

 

Selbst gebaute Multitools

Die „Maya Pedal“ NGO (Nicht-Regierungs-Organisation) auf Guatemala baut aus alten Fahrrädern, Beton, Holz und Metall “pedalbetriebene Maschinen”. Die alten Fahrräder kommen aus den USA und Canada als Spenden nach San Andrés Itzapa. In einer Werkstatt bauen Einheimischen und Freiwillige aus aller Welt Maschinen für zahllose Aufgaben. Normalerweise würde für diese Aufgaben elektrischer Strom verbraucht werden, oder es wäre viel anstrengendere Handarbeit nötig. Anstrengende Arbeiten werden einfacher und günstiger, die Wartung ist kaum der Rede wert. Diese Maschinen tragen zur Unabhängigkeit bei und sind auch eine Antwort auf steigende Energiekosten, die vor allem ärmere Menschen und Kleinlandwirte betreffen. Die Tüftler von Maya Pedal konstruieren mobile Wasserpumpen, Maismühlen, Mixer, Nussknacker und natürlich Fahrräder für den Transport. Die NGO stellt außerdem interessante Baupläne im Internet zu Verfügung:

http://mayapedal.org/machines.en

http://mayapedal.org/index

 

Brasilianischer Großbetrieb setzt auf Permakultur: Laguna Blanca

Tausend Hektar Felder sind eine sehr große Fläche. Tausend mal 10000 Quadratmeter. Ein Landstrich mit dem Namen „Laguna Blanca Farm“. Ehemals eine erosionsbedrohte Fläche. Heute ein Vorzeigebetrieb, der Felder, die entlang der Höhenlinien angelegt sind, mit einer großen Produktvielfalt bestellt und nebenbei auch der Natur Raum bietet:

 

 

waterharvest

Geoff Lawton Film: Wasserhaushalt in der Permakultur

Geoff Lawton zeigt in diesem Film wie man Wasser auf einem Grundstück sammelt und es weiter verwenden kann. Gerade in trockenen Gebieten ist es wichtig mit Wasser hauszuhalten und die Zeiten ohne Regen dadurch auszugleichen.

Swales und Teiche spielen in Permakulturanlagen eine wichtige Rolle. Auch Sepp Holzer merkt immer wieder an, dass es vor allem darum geht, den Wasserhaushalt in Ordnung zu bringen. Der Wasserhaushalt hat oberste Priorität, wenn man fruchtbaren Boden will! Auf diese Weise können Flächen nicht nur vor der Wüstenbildung bewahrt werden, der Prozess kann sogar umgekehrt werden . Swales sind mehr oder weniger Wassergräben, die entlang der Höhenlinien in das Gelände eingepasst werden und das Wasser, das sonst an der Oberfläche abfließen würde, in das Erdreich umleiten und so den Boden nachhaltig befeuchten.

Im heutigen Städtebau und der modernen Landschaftsplanung (wenn auch schon etwas überholt) ging und geht es vor allem darum, das Wasser möglichst schnell los zu werden. Abflussmöglichkeiten werden geschaffen und der Boden kann seine Funktion als Schwamm nicht mehr erfüllen. Der Boden kann als Puffer gegen Hochwasser Ereignisse beschrieben werden. Sorgt der Mensch aber dafür, dass das Wasser schnell abfließt trocknet das Gelände aus: Es sinkt der Grundwasserspiegel, Feuchtgebiete werden immer trockener und verlieren an Vielfalt und Diversität.

Kongress in Wien: Solidarische Ökonomie 22.-24. Februar

Der Verein für Solidarische Ökonomie (VSÖK) aus Wien veranstaltet von 22.-24. Februar 2013 in Wien an der Universität in Bodenkultur einen Kongress zu einer neuen Form der Ökonomie:

“Vor dem Hintergrund lebendiger globaler Bewegungen für einen Wandel in Richtung sozialer Zusammenhalt und  zukunftsfähige Wirtschaft gewinnen vielfältige Projekte solidarischer Ökonomie an Kraft. Unsere Hoffnung gilt der Stärkung und Vernetzung aller solcher Initiativen und wir wollen kritische Theorien und praktische Projekte verbinden.”

“Wir wollen den Begriff „Solidarische Ökonomie“ bewusst nicht eng eingrenzen, um sehr unterschiedlichen Konzeptionen und Ansätzen Platz zu geben und kontroversielle Diskussionen zu ermöglichen.  Darunter fallen z.B.:

selbstverwaltete Räume und Betriebe, alte und neue Genossenschaften, solidarische Wohnformen und -projekte, Kommunen, Unternehmungen mit sozialer Zielsetzung, Tauschringe, Regionalwährungen, Frauenräume und feministische Projekte, Umsonstläden, alternative Finanzierungseinrichtungen, fairer Handel, Solidarische und Interkulturelle Gärten, Volxküchen, landwirtschaftliche Direktvermarktung, Ökodörfer, OpenSource, Alternative Bildungseinrichtungen, Wissensallmende, Grundeinkommensinitiativen, Reproduktions-genossenschaften, Wohnwagenprojekte  u.v.a.m. ”

Anmeldung und Nähere Informationen unter: http://www.solidarische-oekonomie.at/

 

solarkocherkarton

Solarkocher aus Karton

Ein Solarkocher ist aus einem großen Stück Karton und einer reflektierenden Silberfolie in einigen Minuten selbst gebaut. Ich hatte ja keine Ahnung, dass es so einfach geht. Im Film wird gezeigt, was man machen kann, wenn kein Lagerfeuer erlaubt ist und man dennoch draußen etwas kochen will. Aber diese Einfachheit zeigt auch, dass es keinesfalls einen Kocher braucht, der in einem mathematisch perfekten Punkt die Energie bündelt. Es reicht viel mehr etwas Augenmaß und Talent zu Improvisieren. Es ist viel einfacher als man denkt! Absolut sehenswert, vor allem, wenn man schon ernsthaft überlegt hat, sich einen Solarkocher für teures Geld zu kaufen.

Es geht darum das Prinzip zu verstehen und es auf vielfältige Weise anzuwenden. Diese Vielfalt der Möglichkeiten wird auch im zweiten Film sehr deutlich: Aus Autoreifen, Zeitungspapier und normaler Alufolie wird hier ein Solarkocher gebastelt. Viel Spass! PS: wer weitere gute Video zum Thema kennt, bitte in der Kommentarfunktion posten!

Film 1/2

 

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Solarbackofen – Die Sendung mit der Maus :-)

Brotbacken mit einem Solarbackofen geht leichter und schneller als allgemein bekannt. In dieser kurzen interessanten Ausgabe von “Der Sendung mit der Maus” geht es um innovative Technik. Denn kaum einer (Ich gehe von mir selbst aus, zugegeben) weiß, dass es tatsächlich so einfach ist mit der Kraft der Sonne zu kochen, eine Pizza oder Brot zu backen. Unterm Strick braucht man etwas Holz, ein paar Nägel, eine Glasplatte und einige andere Kleinigkeiten. Aber sehen Sie selbst:

 

Mangalitza Saubär

Permakulturanlage in Oberösterreich

Eine Permakultur in Oberösterreich mit Freilandschweinen: Neben den bekannten, ganz großen Beispielen, wie dem Krameterhof von Sepp Holzer, gibt es vor allem kleine Gärten die nach den Prinzipien der Permakultur gestaltet sind. Aber es gibt wenige große Anlagen die als Beispiel dienen können. Vor allem gibt es wenige Anlagen, mit denen auch Geld verdient wird und die eine Größe von einem Hektar überschreiten.

In diesem Fall sind es überglückliche Freilandschweine die sich zwischen Topinambur, Weideflächen, Büschen und Bäumen austoben dürfen und für ein Zubrot sorgen. Es gibt Teiche als Wasserspeicher und Schlammlöcher für die  Schweine. Die Schweine werden zugefüttert und bekommen mit Hilfe von elektrischen Zäune Weideflächen zugeteilt. Alle paar Tage ein frisches Stück Grün.

Vielfalt statt Monokultur

Die Permakultur ist jetzt ca. 3 Jahre alt und entwickelt sich sehr gut. Der ehemalige Acker ist fruchtbarer denn je und beginnt sich von der intensiven Vornutzung zu regenerieren. Für den Eigentümer der Anlage ist es ein Hobby, das zwar viel Zeit in Anspruch nimmt, ihn aber reich belohnt. Sei es mit frischen Salaten, Tomaten, Kohl, Fleisch oder Eiern, die von vielen verschiedenen Hühnerrassen gelegt werden.

Auch die Hühner fühlen sich in der Anlage sichtlich wohl, viele qm Auslauf pro Huhn. Hecken und Stauden, unter denen sie sich verstecken können, ganz der Art gerecht!

Für Fragen zur Anlage bitte die Kommentarfunktion benutzen. Vielleicht meldet sich der Eigentümer zu Wort!

Hier Bilder als Inspiration:

 

S

Außerfamiliäre Hofübergabe – Wie komme ich zu Land?

Rund ein Fünftel der landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich hat keinen Hofnachfolger: Eine außerfamiliäre Hofübergabe wäre eine gute Lösung.

Wie wäre es, wenn die Altbauern und Altbäuerinnen ihren Hof an Die übergeben, Die weitermachen wollen und wissen wie es geht? Die Hofübergabe außerhalb der Familie ist ein Weg aus dem Dilemma, denn rund ein Fünftel der Betriebe ist ohne Nachfolger (Der Standard 2005, S. 20) und die Betriebe in Österreich werden generell immer weniger. Ein Trend mit ungewissem Ausgang.

Im „Grünen Bericht 2012“, herausgegeben vom Lebensministerium heißt es: „In Österreich wurden im Jahr 2010 insgesamt 173.317 land- und forstwirtschaftliche Betriebe ermittelt. Gegenüber der letzten Vollerhebung im Jahre 1999 hat die Zahl der Betriebe um 20,3% abgenommen [!!!!!], und seit dem EU-Beitritt Österreichs im Jahr 1995 hat sich die Betriebsanzahl um 27,5% verringert.“ Außerdem werden die Betriebe in Österreich immer größer: „Die  österreichische Land- und Forstwirtschaft ist nach wie vor kleinstrukturiert. Doch der Trend zu größeren Betrieben setzte sich weiter fort. Im Durchschnitt lag die landwirtschaftlich genutzte Fläche  (LF) aller Betriebe im Jahr 2010 bei 18,8 ha, dies ist fast eine Verdoppelung gegenüber 1951.“ (Grüner Bericht 2012, 66)

 „‘Ich habe mir meine Erben selbst gesucht‘ – Höfe neu beleben, Möglichkeiten eines Einstiegs in die Landwirtschaft.“ So der Titel einer Forschungsarbeit, die vom ÖBV – La Via Campesina Austria (http://www.viacampesina.at) in Auftrag gegeben wurde. Entstanden unter der Leitung von Frau Dr. Evelyn Klein, in Zusammenarbeit mit DI Andrea Heistinger und Kerstin Ehartmaier.

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